KRITIK

 

Für Madeleine Läubli-Steinauer und für Max Läubli - für dieses Künstlerpaar, das eine Verbindung von seltener Kohärenz und Stimmigkeit lebt - ist die Farbe das Wesen der Welt und all dessen, was zum Menschsein gehört. Als bevorzugter Träger von Gefühlen und Gedanken, füllt die Farbe - leuchtend und scharf konturiert - ihre Textilien und seine Gemälde, indem sie sich anordnet wie vom "horror vacui" gedrängt. So wird narrative Sehergabe vermittelt und, in deren Kern, ein starker Sinn für Enthüllung.
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Maria Will, 2008


Eine ungeahnte Fülle tut sich in Max' Atelier auf. Woher nimmt der Künstler diese Imagination und Vitalität? Seine Werke sprechen allen abstrakten und minimalistischen Stilrichtungen Hohn. Innere Bilder fügt er zu verblüffenden Assoziationen zusammen. Kritisch entlarvt er Oberflächliches, träumend überlässt er sich Geheimnisvollem. Seine überreiche Phantasie wird in meisterlicher Technik gebändigt.

Jutta Lampart


Masken, skurrile Mischwesen, filigrane Insekten, aber auch Embleme aus dem Handwerk der Zauberer bevölkern Läublis in lebendigen Farben gehaltene Bilder. Läubli ist ein hervorragender Naturbeobachter und ein präziser Zeichner. Als phantastische Malerei wurde seine Arbeit schon etikettiert.

Regula Heusser-Markun (NZZ)


Läublis Bilder sprechen mit vielen Zungen oft mit bitterer Ironie, mit lästernder Bosheit, mit surrealer Illusionslosigkeit bisweilen aber auch mit der naiven Unschuld des Poeten, der ungehemmten Fabulierkunst des Märchenerzählers. So findet man in den Bildern Läublis immer wieder trostlose Zeugen unserer Zivilisation: Atommeiler oder unfertige Autobahnbrücken, die ins Nichts führen. Zivilisationskritik. Brücken sind ein immer wiederkehrendes Motiv. Aber auch herrliche Flucht in Träumereien lässt Läubli in seinen Bildern voll aufleben. Auswege aus Hoffnungslosigkeit.

Charles E. Ritterband